VfL Stade feiert silbernen Triumph

MAINZ. Mayleen Bartz (14), Merle Schmidt (14) und Bernice Amofa (13) vom VfL Stade haben als Team Silber bei den Deutschen Leichtathletik-Mehrkampfmeisterschaften in Mainz gewonnen. Dieser Erfolg auf nationaler Ebene ist der größte der Vereinsgeschichte.


Die drei Athletinnen haben ihr Ergebnis von den Landesmeisterschaften von 10 427 auf 10 769 Punkte gesteigert und mussten lediglich den hochfavorisierten Starterinnen aus Halle/Saale (11 338 Punkte) den Vortritt lassen. Dritte wurden die jungen Talente von der LG Steinlach-Zollern (10 610).


Vor dem abschließenden 800-Meter-Lauf betrug der Vorsprung der Staderinnen auf Platz drei lediglich zehn Punkte. Aber Mayleen Bartz, Merle Schmidt und Bernice Amofa wuchsen ein letztes Mal über sich hinaus. „Sie haben die Konkurrenz abgekocht“, sagt VfL-Abteilungsleiter Matthias Meier. Schmidt lief mit 2:27:30 Minuten die schnellste Zeit von allen Teilnehmerinnen und stellte wie Amofa (2:44:13) eine neue persönliche Bestleistung auf. Auch Bartz war dicht dran an ihrer eigenen Bestmarke (2:40:62). In der Einzelwertung der beiden Wettkampftage des Siebenkampfes landeten Bartz, Schmidt und Amofa in dieser Reihenfolge auf den Plätzen vier bis sechs. Bartz fehlten nur 25 Zähler für die Bronzemedaille.

 

Die Deutsche Meisterschaft begann aus Stader Sicht am ersten Wettkampftag noch verhalten. Amofa gelang über die 100 Meter eine neue persönliche Bestleistung in 13:10 sec. Bartz und Schmidt liefen solide. Im Weitsprung starteten vor allem Bartz und Schmidt durch und erzielten mit 5,37 und 4,83 Metern jeweils persönliche Bestleistungen. „Da haben beide richtig einen rausgehauen“, sagt Meier.

 

Amofa mit 9,93 und Schmidt mit 9,11 Metern überzeugten danach im Kugelstoßen mit Weiten, die sie nie zuvor erreicht hatten. Bartz blieb mit 6,85 Metern etwas hinter den Erwartungen. Beim Hochsprung, der den Abschluss des ersten Tages bildete, war Bartz mit 1,58 Metern wieder voll auf der Höhe. Amofa sprang ebenfalls diese Höhe. Keine Hochspringerin erzielte ein besseres Ergebnis. Nach dem ersten Wettkampftag lag Stade hinter Steinlach-Zollern auf Rang drei.

 

Nach einer Nacht Pause, zwei kurzen Laufeinheiten zum Regenerieren und Wachwerden machten die Staderinnen Platz zwei im Gesamtklassement schließlich perfekt. Über die 80 Meter Hürden, traditionell die Paradedisziplin der VfL-Athletinnen, dominierten sie die Konkurrenz. Bartz (11,90 sec) und Amofa (12,74) kamen mit persönlichen Bestleistungen ins Ziel. Im Speerwerfen gelang dieses Kunststück allen drei Staderinnen. Bartz pulverisierte ihre Bestmarke um sieben Meter auf 32,05 Meter. Vor dem 800-Meter-Lauf war Bronze sicher. Mit den letzten Kräften behauptete der VfL Platz zwei.

 

(Quelle: Stader Tageblatt vom 22.07.2019)

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