Sportstipendium 2020: Sieger und neue Kandidaten

STADE. Drei Athleten sicherten sich 2019 das Sportstipendium des Kreissportbundes Stade und der Sparkasse Stade-Altes Land in Zusammenarbeit mit dem TAGEBLATT als Medienpartner. Sportlich lief das Jahr 2019 für die Stipendiaten unterschiedlich.

 

Von Lukas Reineke und Tim Scholz

 

Leichtathletin Henrike Rieper vom VfL Stade setzte sich im vergangenen Jahr bei der Sportstipendiums-Wahl durch. Dafür erhielt sie eine einjährige finanzielle Unterstützung im Wert von 1500 Euro. Sportlich verlief das Jahr 2019 für die 17-Jährige durchwachsen. Aufgrund anhaltender Knöchelbeschwerden absolvierte Rieper nur wenige Wettkämpfe. Trotzdem wurde sie Landesmeisterin und Norddeutsche Meisterin im Speerwerfen. Damals startete sie noch für die LG Kreis Nord Stade. Von ihrem Stipendium finanzierte Rieper ein Trainingslager in Portugal, kaufte sich Lauf- und Hochsprungschuhe und einen Speer.

 

Anfang des Jahres schloss sich Rieper dem VfL an. „Bei der LG hat sie allein trainiert. Bei uns gibt es einige Athleten auf ihrem Niveau“, sagt VfL-Abteilungsleiter Matthias Meier. Einen Wettkampf hat Rieper für den VfL noch nicht absolviert. Bei den Landesmeisterschaften wurde sie geschont. Derzeit macht Rieper viel Aqua-Training, um den Fuß zu entlasten. „Wir gehen es locker an, damit Henrike zur Sommersaison wieder fit ist.“ Ob Rieper, die auch am Olympiastützpunkt in Hannover trainiert, dann beim Mehrkampf bleibt oder sich auf den Hochsprung konzentriert, stehe noch nicht fest.

 

Reise zum World-Cup in Tokio

Als Zweite bekam Aerobic-Sportlerin Charlotte Densch vom SV Blau-Weiß Buchholz eine Förderung in Höhe von 1000 Euro. Das Budget investiert die 17-Jährige für die Reise zum World-Cup im April in Tokio. Dort wird sie bei den Erwachsenen im Einzel und im Trio starten. Seit Oktober trainiert sie mit ihren Trio-Partnern. Problem dabei ist, dass diese in Ingelheim (Rheinland-Pfalz) wohnen. „Einmal im Monat fahre ich zu ihnen“, sagt Densch. Ein weiteres Highlight in diesem Jahr ist zudem die Weltmeisterschaft in Baku.

 

In der Hauptstadt Aserbaidschans war Densch auch 2019 und nahm an der Europameisterschaft teil. „Ich war kurz vorher krank, daher hat es nur für ein Platz im Mittelfeld gereicht“, sagt Densch, „aber dabei sein ist alles. Das Feeling war beeindruckend.“ Ansonsten war das Sportjahr 2019 erfolgreich für die Aerobic-Sportlerin. Bei der Deutschen Meisterschaft in Unterföhring gewann sie in der Altersklasse 15 bis 17 Jahre Gold im Einzel und Silber im Trio sowie der Gruppe. Zeitgleich sammelte sie 2019 Erfahrungen bei den Erwachsenen. „Der Übergang vom Jugend- in den Erwachsenenbereich ist noch nicht ganz abgeschlossen. Die Erwachsenen haben eine ganz andere Möglichkeit an Elementen“, sagt Densch.

 

Neue Rollschuhe für Max Grüschow

Rollkunstläufer Max Grüschow nutzte die 500 Euro für Platz drei des Sportstipendiums, um sich neue Rollschuhe zu kaufen. Die vorherigen sind zu klein gewesen. „Die Rollschuhe passen wieder. Meine Füße haben wieder Platz“, sagt der elfjährige Grüschow. Die Erfolge auf den neuen Rollen ließen auch nicht lange auf sich warten. Beim Europacup im italienischen Roana siegte er in der Pflicht und belegte in der Kür Rang sieben, obwohl er als Jüngster in der Altersklasse Schüler B angetreten war. Weitere Erfolge feierte er bei der Deutschen Meisterschaft, wo er in der Kür gewann. Bei der Norddeutschen Meisterschaft holte er Gold in der Kür und der Pflicht.

 

Mit seinen guten Leistungen verdiente sich Grüschow die Einladung zum Deutschen Kürpokal im April. „Es ist schon sehr cool, dort eingeladen zu werden.“ Druck verspürt er dadurch allerdings nicht. Für Trainerin Britta Brokelmann ist der Kürpokal ohnehin nur der Start für ein vielversprechendes Jahr. „Wenn es normal läuft, startet er im Mai bei seinem ersten Weltcup“, sagt Brokelmann.

 

Die Kandidaten für das Sportstipendium 2020

Seit sieben Jahren vergeben der Kreissportbund Stade (KSB) und der Sponsor Sparkasse Stade-Altes Land mit dem TAGEBLATT als Medienpartner das Sportstipendium an erfolgreiche Talente aus dem Kreis. Erneut hat eine Jury eine Vorauswahl getroffen und zehn Kandidaten nominiert. Die teilweise sehr erfolgreichen Talente kommen aus den Sportarten Leichtathletik, Faustball, Turnen, Handball, Schießen und Voltigieren.

 

In den kommenden Wochen werden die Kandidaten im TAGEBLATT vorgestellt. Mitte März beginnt die Online-Abstimmung unter tageblatt.de, an der alle Leser sowie die Sportler und ihr Umfeld teilnehmen können. Die Ergebnisse der Online-Abstimmung werden mit denen der Jury zusammengerechnet. Die drei Sieger des Sportstipendiums werden bei einer Abendveranstaltung am Freitag, 27. März, bekanntgegeben. Sie bekommen 1500, 1000 und 500 Euro für ihre kosten- und zeitaufwendigen Saisons. Alle anderen Nominierten bekommen Gutscheine.

 

Autoren: Lukas Reineke und Tim Scholz // Quelle: Stader TAGEBLATT 14.02.2020

 

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